AAD-K-214 Aktuelle Entwicklungen in Ultraschalldiagnostik und Biometrie
Kurs
Saal 8
U
Donnerstag, den 03.06.2010
16:15 bis 18:00
PD Dr. Alexander Stanowsky (Metzingen)
PD Dr. rer. nat. Dipl.-Phys. Wolfgang Haigis (Würzburg)
Ziele
Darstellung und klinische Einordnung aktueller Entwicklungen in Ultraschalldiagnostik und Biometrie unter Berücksichtigung von hochauflösenden Ultraschall- und laseroptischen Verfahren.
Kursinhalte
Moderne ophthalmologische Ultraschallgeräte sind in der Lage, helligkeitsmodulierte B- und amplitudenmodulierte A-Bilder sowie zeitliche Sequenzen dynamischer Bilder (Cine-Loops) aus den gespeicherten Echogrammen zu liefern. Während Untersuchungsfrequenzen zwischen 8 und 10 MHz sich zur Darstellung der Bulbushinterabschnitte und der Orbita bewährt haben, erlauben Frequenzen von 20 – 100 MHz nur beschränkte Eindringtiefen von max. 8 mm, bieten dafür aber eine hohe Ortsauflösung im Bereich des Vorderabschnitts (Hochfrequenz-Echographie, Ultraschall-Biomikroskopie). Geräte mit verschiedenen Scan-Verfahren sind verfügbar. Mit neueren Entwicklungen können ultraschallbiomikroskopische Bilder dreidimensional dargestellt werden, wodurch erstmalig Untersuchungen über die Ziliarmuskelbeweglichkeit im Zusammenhang mit der Implantation sogenannter akkommodativer Linsen möglich geworden sind.
In der Farbdoppler-Sonographie werden Blutflussphänomene auch in sehr kleinen Gefässen wie der Netzhautarterie und den Gefässtrukturen von intraokularen Tumoren farblich codiert und diagnostisch genutzt.
Die Biometrie setzt noch 10 MHz-Ultraschall zur Messung der Achslänge und ihrer Teilabschnitte in Immersions- und Kontatkttechnik ein, wird aber in vielen Anwendungen immer häufiger durch optische Verfahren (z.B. Laserinterferometrie, OCT- und Scheimpflugverfahren) dominiert, so etwa bei der Achslängenmessung und der Bestimmung von Hornhautdicke, Vorderkammertiefe und Linsendicke. Die neuen hochpräzisen Messverfahren zusammen mit weiterentwickelten Formeln zur Berechnung der Stärke intraokularer Linsen sind Voraussetzung dafür, dass moderne Linsen ihre Vorteile entfalten können. Neben herkömmlichen ‚aphaken’ sphärischen Linsen spielen hier zunehmend Speziallinsen eine Rolle, etwa asphärische, torische, akkommodative, phake und multifokale Intraokularlinsen.
Zuhörerkreis
Weiterbildungsassistent/-in
Facharzt/-ärztin in Klinik
Niedergelassene/r Arzt/Ärztin
Maximale Teilnehmerzahl: 288
Teilnahmegebühren


